SVP im Überblick
Gründungsjahr: 1936
Hauptanliegen:
- Erhaltung einer neutralen und unabhängigen Schweiz, kein EU-Beitritt
- Tiefere Steuern, Schuldenabbau
- Bekämpfung von Asylmissbrauch, gegen illegale Einwanderung
Parteigeschichte
Gründung und Ursprung (1936):
Die SVP wurde im Jahr 1936 gegründet. Damals hieß sie noch Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB).
Schon seit 1929 hatte die BGB einen Sitz im Bundesrat.
Die BGB entstand als Abspaltung von der FDP. Der Grund: Zwischen Bauern und kleinen Gewerbetreibenden auf der einen Seite und Industriellen auf der anderen Seite gab es immer mehr Meinungsverschiedenheiten, vor allem in der Wirtschaftspolitik.
Viele BGB-Politiker waren außerdem gesellschaftlich eher konservativ.
Umbenennung zur SVP (1971):
Im Jahr 1971 schlossen sich die Demokratischen Parteien aus Glarus und Graubünden der BGB an.
Aus der BGB wurde dann die Schweizerische Volkspartei (SVP).
Streit innerhalb der Partei (1980er–1990er):
In den 1980er-Jahren kam es zu einem Richtungsstreit innerhalb der SVP:
In Zürich vertrat Christoph Blocher eine konservative und EU-kritische Haltung.
- In Bern und Graubünden gab es eher liberalere Meinungen.
1992 zeigte sich mit dem Nein zum EWR-Vertrag (Europäischer Wirtschaftsraum), dass der konservative Flügel die Richtung der Partei bestimmte.
Seitdem ist die SVP bekannt für ihre kritische Haltung gegenüber der EU.
Neue Themen und Initiativen (ab 1990er):
Seit den 1990er-Jahren setzt sich die SVP besonders für folgende Themen ein:
Strenge Asyl- und Ausländerpolitik
- Recht und Ordnung
Traditionelle Familienformen
- Weniger Steuern und weniger Staat
Ausnahme: Landwirtschaft und Armee – die will sie weiter stark unterstützen
Bekannte Initiativen:
- 2010: Ausschaffung krimineller Ausländer (angenommen)
- 2014: Initiative gegen die Masseneinwanderung (angenommen)
Diese Abstimmungen haben die Politik der Schweiz stark beeinflusst.
Veränderungen und Abspaltungen (2003–2020):
- 2003: Die SVP bekam einen zweiten Sitz im Bundesrat – als Zeichen ihres Erfolgs. Die Partei wurde strenger geführt und duldete kaum noch abweichende Meinungen.
- 2008 spaltete sich eine Gruppe ab und gründete die BDP (Bürgerlich-Demokratische Partei). Die BDP existierte als eigene Partei nur bis Ende 2020.
















